Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Kauf- oder Rechtsberatung dar. Preise und Funktionsumfang können sich jederzeit ändern. Prüfe die Angaben auf der jeweiligen Anbieter-Website.
Brauchst du wirklich eine Buchhaltungssuite?
Die kurze Antwort: Wenn du deine Buchhaltung selbst erledigen willst, ist sevDesk eine gute Wahl. Wenn du hauptsächlich Angebote und Rechnungen schreibst und die Buchhaltung bei deinem Steuerberater liegt, zahlst du bei einer Buchhaltungssuite für Funktionen, die du nie öffnest.
Eine sevDesk Alternative lohnt sich vor allem, wenn:
- du nur Angebote, Rechnungen und den Zahlungseingang im Blick brauchst
- dein Steuerberater EÜR und Umsatzsteuer-Voranmeldung übernimmt
- du keine Lust auf Einarbeitung in Buchhaltungsfunktionen hast
- du laufende Software-Kosten vermeiden willst
Buchhaltungssuite oder Rechnungstool: der eigentliche Unterschied
Die meisten sevDesk Alternativen fallen in eine von zwei Kategorien. Buchhaltungssuiten wie lexoffice oder FastBill decken den kompletten Finanz-Workflow ab: Belege, Banking, EÜR, DATEV. Reine Rechnungstools wie revoBill konzentrieren sich auf Angebote, Rechnungen und Zahlungsverfolgung.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht „Welches Tool hat die meisten Funktionen?", sondern: Wer macht deine Buchhaltung? Machst du sie selbst, brauchst du die Suite. Macht sie dein Steuerberater, reicht dir ein schnelles Rechnungstool und ein sauberer Datenexport.
sevDesk und revoBill im direkten Vergleich
| Kriterium | sevDesk | revoBill |
|---|---|---|
| Fokus | Buchhaltung und Rechnungen | Angebote und Rechnungen |
| Angebote und Rechnungen | Ja | Ja |
| Kleinunternehmerregelung (§19) | Ja | Ja |
| Zahlungsverfolgung | Ja | Ja |
| EÜR und USt-Voranmeldung | Ja | Nein |
| DATEV-Export | Ja | Nein |
| Bankabgleich | Ja | Nein |
| Belegerkennung (OCR) | Ja | Nein |
| Kostenloser Tarif | Nein | Ja, komplett kostenlos |
| Zielgruppe | Selbstständige und kleine Teams mit eigener Buchhaltung | Freelancer und Kleinunternehmer |
Stand: Juli 2026. Funktionsumfang und Preise können sich ändern, prüfe die aktuelle Übersicht auf den Anbieter-Websites.
Was kostet der Umstieg?
sevDesk ist ein kostenpflichtiges Abo, dessen Preis vom gewählten Tarif und der Vertragslaufzeit abhängt. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht.
revoBill ist komplett kostenlos. Es gibt kein Abo, keine Einrichtungsgebühr und keine Begrenzung der Anzahl an Rechnungen oder Angeboten. Die einzigen Kosten sind die regulären Stripe-Transaktionsgebühren, wenn deine Kunden Rechnungen online über die Stripe-Integration bezahlen. Diese Gebühren berechnet Stripe direkt, revoBill verdient daran nichts mit.
Für Freelancer heißt das: Du kannst den Wechsel risikofrei testen, ohne ein Abo zu kündigen oder eine Testphase im Blick zu behalten.
Wo sevDesk die bessere Wahl bleibt
Ein fairer Vergleich braucht beide Seiten. sevDesk bleibt vorn, wenn du:
- EÜR und USt-Voranmeldung selbst erledigst und dafür ein Tool statt eines Steuerberaters nutzt
- Belege digitalisieren willst, inklusive automatischer Erkennung per OCR
- deine Bank anbinden möchtest, damit Zahlungen automatisch abgeglichen werden
- DATEV-Export brauchst, weil dein Steuerberater direkt mit deinen Buchungsdaten arbeitet
- eine API für eigene Integrationen einsetzen willst
Wenn mehrere dieser Punkte auf dich zutreffen, ist eine vollwertige Buchhaltungslösung der richtige Weg. Ein Blick auf unseren Rechnungssoftware Vergleich hilft dir, die Suiten untereinander abzugrenzen.
Wann dir ein schlankes Rechnungstool reicht
Genauso klar ist der umgekehrte Fall. Ein Rechnungstool wie revoBill passt, wenn du:
- Angebote schreibst, sie in Rechnungen umwandelst und den Zahlungseingang verfolgst
- als Kleinunternehmer nach §19 UStG Rechnungen ohne Umsatzsteuer stellst
- deine Unterlagen am Jahresende gesammelt an den Steuerberater gibst
- in Minuten starten willst, ohne Handbuch und ohne Schulungsvideos
Weitere sevDesk Alternativen im Überblick
revoBill ist nicht die einzige Option. Je nach Bedarf lohnt sich auch ein Blick auf:
- lexoffice: All-in-One-Lösung mit Buchhaltung und Lohnabrechnung, sinnvoll für kleine Teams mit Angestellten.
- Billomat: Etabliertes Rechnungstool mit REST-API, gut für eigene Integrationen.
- FastBill: Rechnungen plus Belegerfassung in einer übersichtlichen Oberfläche.
- Papierkram: Kostenloser Einstiegstarif mit integrierter Zeiterfassung, beliebt bei Freelancern mit kleinem Budget.
Alle sechs Tools stellen wir im großen Rechnungssoftware Vergleich ausführlich gegenüber.
So gelingt der Wechsel ohne Chaos
Der Umstieg von sevDesk auf ein anderes Tool ist unkompliziert, wenn du vier Punkte beachtest:
- Alte Rechnungen exportieren und aufbewahren. Deine bisherigen Rechnungen musst du 8 Jahre lang aufbewahren (seit 2025, vorher 10 Jahre), und zwar GoBD-konform. Exportiere sie als PDF, bevor du dein Abo kündigst.
- Stammdaten übernehmen. Kunden, Leistungen und deine Firmendaten legst du im neuen Tool einmal sauber an.
- Rechnungsnummern fortführen. Starte nicht bei 1, sondern setze deinen bestehenden Nummernkreis lückenlos fort. Das hält deine Buchführung konsistent.
- Eine Übergangsphase einplanen. Stelle neue Rechnungen ab einem Stichtag im neuen Tool und wickle offene Vorgänge im alten ab.
Häufige Fragen zur sevDesk Alternative
Ist revoBill wirklich kostenlos?
Ja. revoBill ist komplett kostenlos, ohne Abo, ohne Einrichtungsgebühr und ohne Begrenzung der Rechnungsanzahl. Nur wenn Kunden online über die Stripe-Integration bezahlen, fallen die regulären Stripe-Transaktionsgebühren an, die Stripe direkt berechnet.
Wie erledige ich die Buchhaltung ohne sevDesk?
Viele Freelancer geben ihre Unterlagen an den Steuerberater, der EÜR und Umsatzsteuer-Voranmeldung übernimmt. Aus revoBill exportierst du deine Rechnungsdaten in Standardformaten, die dein Steuerberater weiterverarbeiten kann.
Muss ich meine Rechnungsnummern neu starten?
Nein. Führe deinen bestehenden Nummernkreis einfach fort. Wichtig ist nur, dass die Nummern fortlaufend und lückenlos bleiben.
Unterstützt revoBill die Kleinunternehmerregelung?
Ja. Der §19-Hinweis wird automatisch auf deine Rechnungen gesetzt, und ein versehentlicher Umsatzsteuer-Ausweis ist ausgeschlossen.
Weiterführende Themen
- Rechnungssoftware Vergleich 2026: sevDesk, lexoffice, Billomat, FastBill, Papierkram und revoBill im Überblick.
- Rechnungen richtig schreiben: Pflichtangaben, E-Rechnung und typische Fehler.
- Kostenlose Vorlagen: Rechnung, Angebot, Mahnung und Stornorechnung zum Herunterladen.
Du willst Angebote und Rechnungen schreiben, ohne für Buchhaltungsfunktionen zu bezahlen? Teste revoBill, das kostenlose Rechnungsprogramm für Freelancer und Kleinunternehmer.