Rechnungssoftware Vergleich 2026: sevDesk, lexoffice, Billomat, FastBill, Papierkram und revoBill

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Kauf- oder Rechtsberatung dar. Preise und Funktionsumfang können sich jederzeit ändern. Prüfe die Angaben auf der jeweiligen Anbieter-Website.

Warum ein Vergleich sinnvoll ist

Rechnungsprogramme gibt es viele. Manche sind vollwertige Buchhaltungslösungen, andere konzentrieren sich auf Angebote und Rechnungen. Je nachdem, was du brauchst, passt ein anderes Tool. Dieser Vergleich stellt sechs Lösungen gegenüber, die in Deutschland verbreitet sind: sevDesk, lexoffice, Billomat, FastBill, Papierkram und revoBill.

Das Ziel: Dir eine ehrliche Orientierung geben, damit du das Programm findest, das zu deiner Arbeitsweise und deinem Budget passt.

Worauf es ankommt

Bevor du vergleichst, hilft es, die wichtigsten Kriterien zu kennen:

  • Rechnungen und Angebote: Kann das Tool Rechnungen und Angebote erstellen, nummerieren und als PDF versenden?
  • Kleinunternehmerregelung: Unterstützt es Rechnungen ohne USt-Ausweis mit dem §19-Hinweis?
  • Buchhaltung: Brauchst du EÜR, Umsatzsteuer-Voranmeldung oder DATEV-Export? Oder reicht dir reine Rechnungsstellung?
  • Kundenverwaltung: Kontaktdaten, Rechnungshistorie und offene Posten pro Kunde.
  • Benutzerfreundlichkeit: Wie schnell bist du startklar? Wie viele Klicks braucht eine Rechnung?
  • Preis: Monatliche Kosten, Vertragsbindung, kostenlose Einstiegsmöglichkeiten.
  • GoBD-Konformität: Erfüllt die Software die Anforderungen für digitale Aufbewahrung?

Die sechs Tools im Überblick

sevDesk

sevDesk ist eine der bekanntesten Buchhaltungslösungen in Deutschland. Es deckt den gesamten Workflow ab: Angebote, Rechnungen, Ausgaben, Banking, EÜR und DATEV-Export.

Stärken:

  • Vollständige Buchhaltung inklusive EÜR und USt-Voranmeldung
  • Automatischer Bankabgleich
  • DATEV-Schnittstelle für den Steuerberater
  • Belegerkennung per OCR
  • Umfangreicher Funktionsumfang

Schwächen:

  • Höherer Preis, vor allem in den umfangreicheren Tarifen
  • Die Vielzahl an Funktionen kann für reine Rechnungssteller überdimensioniert wirken
  • Einarbeitungszeit für alle Features

Am besten für: Selbstständige und kleine Teams, die Buchhaltung und Rechnungsstellung in einem Tool erledigen wollen.

Du überlegst, ob es auch schlanker geht? Im Beitrag sevDesk Alternative 2026 vergleichen wir sevDesk und revoBill im Detail.

lexoffice

lexoffice gehört zu Haufe-Lexware und bietet eine breite Palette: Rechnungen, Buchhaltung, Banking, Lohnabrechnung. Es positioniert sich als All-in-One-Lösung für Kleinunternehmen.

Stärken:

  • Buchhaltung, Lohn und Rechnungen in einer Plattform
  • Guter DATEV-Export
  • Integriertes Banking
  • Großer Kundenstamm und ausgereifte Software

Schwächen:

  • Viele Funktionen, die du als Freelancer nicht brauchst
  • Kann in der Bedienung komplex wirken, wenn du nur Rechnungen schreiben willst
  • Preislich im Mittelfeld bis oberen Bereich

Am besten für: Kleine Unternehmen mit Mitarbeitern, die Lohnabrechnung und Buchhaltung zusammenlegen wollen.

Billomat

Billomat ist ein etabliertes Rechnungstool mit Fokus auf Angebote, Rechnungen und Kundenverwaltung. Es bietet zusätzlich eine API für Integrationen.

Stärken:

  • Solide Rechnungs- und Angebotsfunktionen
  • REST-API für eigene Integrationen
  • Automatische Mahnungen
  • CRM-Grundfunktionen

Schwächen:

  • Interface wirkt teilweise weniger modern als neuere Alternativen
  • Buchhaltungsfunktionen weniger umfangreich als bei sevDesk oder lexoffice
  • Einige Features erst in höheren Tarifen verfügbar

Am besten für: Kleine Unternehmen, die eine bewährte Lösung mit API-Zugang suchen.

FastBill

FastBill hat sich ursprünglich auf einfache Rechnungsstellung spezialisiert und bietet inzwischen auch Belegerfassung und Buchhaltungsfunktionen.

Stärken:

  • Ursprünglich auf einfaches Rechnungschreiben fokussiert
  • Gute Belegerfassung
  • Banking-Integration
  • Übersichtliche Oberfläche

Schwächen:

  • Funktionsumfang mittlerweile gewachsen, dadurch weniger „lean" als früher
  • Manche Features nur in höheren Tarifen
  • Positionierung zwischen einfacher Rechnungsstellung und voller Buchhaltung

Am besten für: Freelancer, die neben Rechnungen auch Belege und einfache Buchhaltung abdecken wollen.

Papierkram

Papierkram bietet einen kostenlosen Einstiegstarif und deckt Rechnungen, Zeiterfassung und einfache Buchhaltung ab. Beliebt bei Freelancern wegen des niedrigen Einstiegspreises.

Stärken:

  • Kostenloser Basistarif
  • Integrierte Zeiterfassung
  • EÜR und USt-Voranmeldung in höheren Tarifen
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Schwächen:

  • Kostenloser Tarif funktionell eingeschränkt
  • Weniger Integrationen als sevDesk oder lexoffice
  • Für größere Teams weniger geeignet

Am besten für: Freelancer mit kleinem Budget, die Rechnungen und Zeiterfassung in einem Tool brauchen.

revoBill

revoBill konzentriert sich auf das Wesentliche: Angebote, Rechnungen und Zahlungsverfolgung. Kein Buchhaltungsmodul, keine Lohnabrechnung, dafür ein schneller, übersichtlicher Workflow.

Stärken:

  • Schnelle Erstellung von Angeboten und Rechnungen
  • Kleinunternehmerregelung direkt unterstützt
  • Angebot-zu-Rechnung-Konvertierung in einem Klick
  • Zahlungsverfolgung inklusive
  • Schlanke Oberfläche ohne überflüssige Komplexität

Schwächen:

  • Keine integrierte Buchhaltung (EÜR, USt-Voranmeldung)
  • Kein Banking-Abgleich
  • Noch junges Produkt

Am besten für: Freelancer und Solopreneure, die ein einfaches Rechnungstool wollen und die Buchhaltung separat mit dem Steuerberater erledigen.

Vergleichstabelle

KriteriumsevDesklexofficeBillomatFastBillPapierkramrevoBill
Rechnungen & AngeboteJaJaJaJaJaJa
Kleinunternehmer (§19)JaJaJaJaJaJa
EÜR / BuchhaltungJaJaTeilweiseJaJa (ab Pro)Nein
DATEV-ExportJaJaTeilweiseJaJaNein
Banking-IntegrationJaJaNeinJaNeinNein
ZeiterfassungNeinNeinNeinNeinJaNein
APIJaJaJaJaNeinNein
Kostenloser TarifNeinNeinNeinNeinJaJa
ZielgruppeKMUKMU + TeamsKMUFreelancerFreelancerFreelancer

Stand: April 2026. Prüfe die aktuellen Funktionen und Preise auf der jeweiligen Anbieter-Website.

Welches Tool passt zu dir?

Die Entscheidung hängt davon ab, was du brauchst:

Du willst alles in einem Tool: Rechnungen, Buchhaltung, Banking, DATEV? Dann sind sevDesk oder lexoffice die naheliegenden Optionen. Beide bieten einen großen Funktionsumfang. sevDesk punktet bei der Benutzerfreundlichkeit, lexoffice bei der Integration von Lohnabrechnung.

Du brauchst ein bewährtes Rechnungstool mit API? Billomat ist die solide Wahl, besonders wenn du eigene Integrationen brauchst.

Du suchst Rechnungen plus Belegerfassung? FastBill kombiniert beides in einer ordentlichen Oberfläche.

Du willst möglichst günstig starten? Papierkram bietet einen kostenlosen Einstieg mit Grundfunktionen und integrierter Zeiterfassung.

Du willst einfach nur Angebote und Rechnungen schreiben, schnell und ohne Ballast? Dann ist revoBill der direkte Weg. Du erstellst ein Angebot, wandelst es in eine Rechnung um und behältst den Zahlungseingang im Blick. Keine Einarbeitung in Buchhaltungsfunktionen, die du gar nicht brauchst.

Buchhaltung separat ist kein Nachteil

Viele Freelancer erledigen die Buchhaltung mit ihrem Steuerberater. In dem Fall brauchst du kein Tool, das EÜR, USt-Voranmeldung und DATEV-Export mitbringt. Du brauchst ein Tool, das Rechnungen schnell rausschickt und dir zeigt, wer schon bezahlt hat.

Genau das ist der Ansatz von revoBill: das Rechnungsschreiben so einfach wie möglich machen und den Rest dort lassen, wo er hingehört.

Mehr zu den Pflichtangaben auf deiner Rechnung findest du im Leitfaden zum Rechnungschreiben. Wenn du Vorlagen suchst, schau dir den Beitrag Angebot und Rechnung: Vorlagen für Freelancer an.


Du willst Rechnungen schreiben, ohne dich durch Buchhaltungsfunktionen zu klicken? Teste revoBill, das einfache Rechnungsprogramm für Freelancer und Kleinunternehmer.

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